SV Grafenhausen – VfR Hornberg 2:0 (1:0)

Bei fast schon sommerlichem Wetter fanden nur wenige Zuschauer den Weg zum SV Grafenhausen, was sicherlich auch daran lag, dass es für die Gäste aus Hornberg doch ein langer Weg ist, zum Anderen ist der SVG aus dem gröbsten Abstiegskampf raus.Dementsprechend lustlos begann auch die Partie, auf beiden Seiten gelangen keine nennenswerten Kombinationen, so dass sich zwar ein abwechslungsreiches Spiel entwickelte, allerdings ohne Spannung……………

Die Gastgeber zeigten sich wenig ballsicher, so dass die Gäste immer wieder stören konnten, allerdings ergaben sich keinerlei Torchancen. Die mehr oder weniger verzweifelten Schüsse aus der zweiten Reihe seien erwähnt, als Torchance können sie auf Grund der weiten Entfernung zum Tor aber nicht gewertet werden, entweder waren sie leichte Beute für die Torhüter, oder die Kinder freuten sich, dass sie den Ball im Feld holen durften. Sehr ungeschickt vor allem die Offensive des SVG, die zwar in dieser Besetzung mit Tedo Adabunu, Markus Lauck und dahinter Servet Celik so noch nie zusammen gespielt hat, aber auch das ist keine Erklärung für die dutzende Male, in denen die Abseitsfalle der sehr geschickten Hornberger Verteidigung zuschnappte. Verständlich, dass einem bei diesen Temperaturen die Pfiffe des Schiedsrichters nahe an die Schmelzgrenze bringen. Kurz vor der Pause dann wieder so eine Situation, ehrlicherweise warteten alle auf den Abseits-Pfiff des Schiedsrichters, doch dieser blieb aus, so dass Tedo Adabunu völlig allein auf Stefan Röck im Gästetor zueilte und eiskalt zum 1:0 verwandelte.

Nach der Pause und allem Anschein nach ein paar deutlichen Worten von Benno Kassel zeigte sich der SVG deutlich konzentrierter, das Spiel gewann an Sicherheit, allerdings wurde bei weitem nicht das Niveau der letzten Heimspiele erreicht. Hornberg sah sich nun zunehmend in die Verteidiger-Rolle gedrängt, eventuelle Konter blieben aber aus. Doch der SVG schaffte es trotz der optischen Überlegenheit nicht, sich Chancen zu erarbeiten. So ging es denn auch 20 Minuten ohne besondere Vorkommnisse hin und her. Der VfR Hornberg bemühte sich danach, das Heft in die Hand zu nehmen, durch die lässigen Ballverluste bemühte sich der SVG aber nicht mehr sonderlich. Gerade rechtzeitig, um nicht ein völlig langweiliges Spiel zu zeigen, entschied sich Benno Kassel, seinen Stürmern zu helfen, und wurde in der 79. Minute auch belohnt. Der Hornberger Verteidiger unterläuft einen langen Ball, Kassel ist zur Stelle, wird zwar noch an die Strafraumgrenze gedrängt und schafft es dennoch, den Ball aus spitzem Winkel ins lange Eck zu schieben. Nach diesem 2:0 kochten die Gemüter etwas arg hoch, so dass zumindest die Spieler noch ein wenig Aufregung hatten. Erst fünf Minuten vor Schluss dann die erste Torchance für Hornberg, die diesen Namen auch verdient, doch Mathias Leibitz ist auf der Hut und kann den Kopfball von Mario Schwendemann gerade noch wegfausten.

In einem insgesamt sehr schwachen Spiel heißt der verdiente Gewinner somit SV Grafenhausen, der zwar eine gute Chancenauswertung zeigte, allerdings war die komplette Mannschaft nicht mit der nötigen Konzentration bei der Sache. Gegen einen anderen Gegner wie die vom Abstieg bedrohten Hornberger hätte es heute sicherlich ein böses Erwachen gegeben.

Kurzsteno:

38. Min.:         gelbe Karte Mario Schwendemann (VfR), Foul

40. Min.:         gelbe Karte Markus Lauck (SVG), Motzen

45. Min.:        1:0 Tedo Adabunu

58. Min.:         gelbe Karte Marco Trotter (SVG), unsportliches Verhalten

74. Min.:         gelbe Karte Tommy Nitzsche (VfR), Foul

79. Min.:        2:0 Benno Kassel